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Was vom Jänner übrigblieb

26.04.2018

Der Start in Oggau

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

jaaa ich weiß, ich habe lange Zeit nichts mehr von mir hören lassen. Und ja, ich weiß auch, dass Einige (wirklich!)sehnsüchtig auf einen Bericht vom Burgenlandextrem im Jänner gewartet haben, aber da ist nichts gekommen. Warum? Weil ich es nicht geschafft habe. Also nicht ganz geschafft.

Aber beginnen wir von vorne - keine Angst ich werde jetzt nicht allzu ausführlich davon berichten, sondern nur einen kurzen kleinen Überblick und Rückblick verschaffen.

Nach dem Erfolg vom vorigen Jahr wollte ich heuer die ganze Runde um den Neusiedlersee gehen - von Oggau nach Oggau, 120km zu Fuß, innerhalb von 24 Stunden. Mit im Gepäck hatte ich viel Motivation und (fast noch wichtiger) Freunde, mit denen ich schon im Vorhinein zu Trainings-und Schuhausprobierzwecken, eine Runde um den Wörthersee gedreht habe, zum ausprobieren und testen ob wir auch als Gruppe gut zusammenpassen. Das ist ja bei längeren Wanderungen auch sehr sehr wichtig! Es macht viel mehr Spaß und die Zeit vergeht schneller, wenn man sich mag.

Der 26. Jänner war wunderschön angesagt, kein Wind, nicht zuviel Sonne, warm für Jänner und angenehm. Ich habe wieder von Donnerstag auf Freitag in Eisenstadt geschlafen und bin um 03:00 Uhr tiefenentspannt und auch relativ munter mit meiner coolen Mitfahrgelegenheit Julia nach Oggau gedüst, wo wir uns beim großen Frühstück den Bauch voll geschlagen haben. Nach und nach sind auch alle anderen Teilnehmer dazugekommen (Mein schon bekannter Wanderfreund Mario - schaut auf seiner Homepage vorbei http://www.auffi-owa.at/ und 4 seiner Freunde) und um Punkt 04:30 Uhr fiel der Startschuss in Oggau.

Der Tag in Bildern

Recht flotten Schrittes sind wir alle sehr motiviert Richtung Rust gestartet. Mit vielen Gesprächen und Begegnungen sind wir dann weiter bis nach Balf zur ersten Labestation. Hier sind schon die ersten wieder in den Bus retour gestiegen, jedoch von unserer kleinen Gruppe waren alle noch dabei. Durch den Nationalpark mit lustigen Geschichten und spannenden Eindrücken sind wir bei Hegykö an der nächsten Labestation eingetrudelt - und hier habe ich erst bemerkt, dass meine Schuhe im Nationalpark scheinbar nass geworden sind und sich an linker und rechter Ferse 2 große Blasen zu bilden begannen. Nach der "Trockenlegung" der Füße, neuen Socken und frisch getapten Fersen sind wir über den Einser Kanal nach Apetlon gekommen, dem Startpunkt meiner Vorjahresreise .

Hier mussten wir den ersten unserer kleinen Gruppe zurücklassen und wir sind in dezimierter Zahl weiter. Durch "die Höll" (da war es dann schon 18:00 Uhr und wir einige Stunden unterwegs) sind mir dann auch die letzten beiden "Übriggebliebenen" meiner kleinen Gemeinschaft abhanden gekommen und die Blasen an meinen Füßen haben sich auszubreiten begonnen. Obwohl ich viel dafür getan habe und "im Kopf" noch fit war, haben mir die Schmerzen an den Füßen doch die Tränen in die Augen getrieben und so habe ich nach 83,50 km in Neusiedl am See aufgegeben.

Und ja - es hat lange an mir genagt, dass ich es "nicht geschafft" habe ganz um den See zu gehen. Und es hat mich auch etwas demotiviert. Aber so leicht lasse ich mich nicht unterkriegen. Nachdem ich realisiert habe, dass ich 2/3 schon hinter mich gebracht habe und nur noch 1/3 auf mich wartet, habe ich mir jetzt schon einige Pläne zurechtgelegt, wie es das nächste Jahr funktionieren wird - und vor allem nehme ich 3 Paar Socken und 2 Paar Schuhe mit, denn Begleitfahzeuge sind ja nicht erlaubt. Neusiedlersee du siehst mich wieder! FIX!

Bis dahin gibt es noch einige neue Erfahrungen zu machen und viel zu erleben!
Bleibt freundlich zu einander, ich schwöre, jetzt gibts wieder öfter Berichte, immerhin wirds Wetter besser!
Alles liebe,

Kerstin

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