Schwaigerweg 135 A -8971 Schladming

Auch Umdrehen gehört dazu...

27.07.2017

Ein Tourenüberblick

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

in der vorigen Woche war es soweit - ich hatte frei, das Wetterglück schien mir hold, ich konnte endlich einen meiner TO DO Liste Berge angehen - den Hochgolling. Nach relativ spontaner Entscheidung mit dem schon "altebekannten" Dominik gleich nach der Arbeit zur Gollinghütte "gerast" damit wir am nächsten Tag nicht sooo früh losmüssen. Die Idee war gut, doch irgendwie wollte die Müdigkeit und somit der angenehme Schlaf nicht so richtig einkehren und so sind wir nach sehr wenig bis gar keiner Tiefschlafphase am Morgen um kurz vor halb 7 Richtung Hochgolling aufgebrochen.

Der Blick von der Gollinghütte Richtung Gollingwinkel allein war schon den Weg wert - das sogenannte größte Amphitheater der Welt beeindruckt nicht nur durch die Lage, sondern auch die Gesteinsformationen sowie der Mäanderbildung am Talboden, die aussieht wie ein Teil des Grand Canyons, mitten in Rohrmoos.

Nachdem wir viele Fotos gemacht haben, sind wir die steilen Serpentinen Richtung Gollingscharte hinaufgewandert - relativ zügig, nach nur gut 1:33 Stunden (ab der Gollinghütte) sind wir oben angekommen - ein kalter Wind hat uns empfangen. Mit Blick Richtung Gipfel, sind wir linker Hand über schroffe Rinnen und Felswände, auf denen noch einiges an Schnee lag (2 Tage vorher hatte es geschneit) hochgestapft-mit Händen und Füßen manchmal festgehaltend und Tritte in den harten, eisigen Schnee schlagend. Nach gut 45 Minuten und nicht mal mehr 250hm bis zum Gipfel haben wir uns angesehen und es war uns beiden klar - Sicherheit hat Vorrang und wir drehten um.

Es ist ja so - das Hinaufgehen über Schneefelder und vereiste Flächen ist ja an sich kein Problem, hinauf kommt man immer. ABER das wieder sichere Hinunterkommen ist das Schwierige!

Blick in den Gollingwinkel von oben

Man rutscht, auch wenn man die Fersen noch so sehr in das Eis haut, gerne leicht ab - gerade wenn man schon drei Wanderstunden in den Beinen und vor allem im Kopf hat. Und, so sagt ja auch schon ein altes Sprichwort: Nur ein alter Bergsteiger, ist ein guter weiser Bergsteiger.

Bis zur Gollingscharte war der Rückweg wirklich nicht gerade einfach, vor allem mussten wir auf das lose Gestein, das unter dem Schnee versteckt war, sehr genau Acht geben und haben uns dafür auch gut Zeit gelassen-"hudln" bringt ja bekanntlich nichts. Der Abstieg in den Gollingwinkl war wiederrum schön warm, lustig und ereignisreich - wir haben zwei Gämsen und auch ein Murmeltier gesehen, unten angekommen sind wir dann von fünf Pferden begrüßt worden, die meinen Jausenapfel scheinbar lieber als mich mochten und so haben wir recht schnell Freundschaft geschlossen.

Bis zum Parkplatz dann noch gemütlich gut eineinhalb Stunden gegangen um dort vor Ort, also beim Gasthaus Riesachfall, bei Kaffee und Eierschwammerlsuppe ein trotz allem positives Résumé zu ziehen. Auch wenn wir den Gipfel nicht gesehen haben, können wir doch eigentlich froh über uns sein. Wir haben nicht unseren Eifer und den Stolz in den Vordergrund gestellt, sondern gut abgewogen, die Situation vor Ort analysiert und dementsprechend reagiert - nur so kann man sich am Ende einer Tour nichts vorwerfen.

Das war's wieder mal für heute, ich wünsche Euch noch eine schöne Restwoche, bleibt freundlich zueinander!

Alles Liebe, Kerstin

P.S. Heute muss ich einmal meiner guten Fee und vor allem besten Freundin Conny danken, die nicht nur mit mir vor Kurzem den Kletterschein und schon viel Blödsinn gemacht, die Oktober Challenge mit mir absolvieren wird, sondern auch die Pädak - und Graz Zeit überstanden hat und jetzt immer einen prüfenden Blick über meine Artikel hier wirft, damit Ihr nicht denkt, dass die letzten 3 Rechtschreibreformen an mir vorübergegangen sind. Danke Contsch, auf noch viele Artikel/Challenges/Jahre/Lesezirkelsessions/ Songcontestbewertungen/ Gitarren - Singabende/ Gins mehr !

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