Schwaigerweg 135 A -8971 Schladming

Der Rest vom Schützenfest

20.07.2017

Steirische und Lungauer Kalkspitze

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

nachdem der Blog vorige Woche ja "etwas" länger war und auch "etwas" niedergeschlagen gewirkt hat (wurde mir gesagt..hm..) will ich Euch das Ende meines Urlaubs natürlich nicht vorenthalten - und lasst Euch gesagt sein, es war wirklich wunderschön.

Mit meinem schon bekanntem Wanderfreund Dominik bin ich, nachdem ich vom Karnischen Höhenweg zurückgekommen bin und das Wetter bei uns viel besser war, noch einige schöne Gipfel gegangen, von denen ich Euch heute hier noch kurz erzählen will.

Der erste war gleich mal ein "Zwillingsgipfel", wir haben uns nämlich wieder dazu entschlossen die Steirische und Lungauer Kalkspitze zu bewandern - dieses Mal aber über die Kranzlhöhe und das Brotrinnl, da mein Wanderfreund den Weg noch nicht kannte. Zielstrebig, nachdem der Wetterbericht wunderbares Wetter und angenehme 20 Grad vorausgesagt hatte, sind wir um kurz nach halb 7 Uhr von der Ursprungalm weg gestartet. Kurz entlang des Ursprungalm Wanderwegs sind wir dann am westlichen Ende Richtung Kranzlhöhe abgebogen - über viele kleine Bäche und Rinnsale bis zum Brotrinnl, wo dann der Aufstieg zur Steirischen Kalkspitze begonnen hat. Natürlich hat auch ab und zu die Sonne gescheint, aber, was ich nicht bedacht habe und nur mit kurzer Hose und T-Shirt unterwegs war, der Wind hat die Temperaturen trotz allem dementsprechend in den Keller getrieben und so war mir, am Gipfel angelangt, doch recht frisch. Nur kurz ein Foto gemacht und dann über die Akarscharte noch hinauf zur Lungauer Kalkspitze- wenn wir schon dort sind, machen wir gleich beide Gipfel. Hier hat der Wind noch stärker gepfiffen und so sind wir (ich im Laufschritt um mich aufzuwärmen) über die Akarscharte zu den wunderschönen Giglach Seen gewandert, wo auch mir dann endlich wieder warm geworden ist. Um den Wanderströmen aufwärts zu entgehen, sind wir am alten Steig zur Ursprungalm zurückgegangen - ein schöner, frischer Wandervormittag war damit vollendet!

Aussicht vom Gipfel des Hochstubofen

Am nächsten Morgen waren wir immer noch sehr motiviert und das Wetter auch dementsprechend, deshalb haben wir beschlossen wieder einen Berg von unserer "Bucket Liste" anzugehen - den Hochstubofen in der Nähe des Sölkpasses.

Wieder sind wir recht früh gestartet, um kurz nach 06:00 Uhr morgens haben wir die Erzherzog Johann Hütte hinter uns gelassen und sind die grasige Almlandschaft durch Kuhherden hindurch aufwärts gewandert. Nach gut einer Stunde Gehzeit hat es plötzlich etwas zu regnen begonnen- da Dominik und ich schon einige Touren miteinander gegangen sind war uns klar: Sollte es stärker werden oder das Gelände sich als zu glitschig durch den Regen erweisen, würden wir umdrehen. Durch etwas Glück und (wieder einmal) viel Wind, war uns aber ein schöner, schneller und vor allem Unfallfreier Aufstieg gegönnt und so wurde der Gipfel des Hochstubofens auch mit einem Hakerl im Wanderbuch versehen. Eine wunderbare Aussicht und tolle Wolkenspiele haben uns oben erwartet, aber durch den doch recht starken Wind wurden wir bald wieder Richtung Tal getrieben.

Bei der Erzherzog Johann Hütte kurz eingekehrt (auf eine Buttermilch mit Preiselbeeren und Kaffee) haben wir auch noch ein kleines "Aha-Erlebnis" erfahren dürfen - falls ihr Eure Touren plant lasst Euch gesagt sein: für Berge die "ofen" im Titel tragen könnt ihr Euch eine Zusatzjacke mitnehmen - diese Bezeichung erhalten nämlich nur Gipfel, die sehr windig sind!

Guschen und Hochfeld

Last but not least, bin ich dann am vorletzten Urlaubstag noch gemütlich selbst eine kleine ( so war jedenfalls der Plan) Tour gegangen. Da ich die letzten drei Wochen recht viel unterwegs war, wollte ich eigentlich nur kurz von der Hochwurzen bis zum Guschen gehen, einfach nur schauen ob und wie der Beginn des Höhenwegs in diesem Jahr aussieht - und mich auch auf unsere Sonnenaufgangswanderungen ein wenig einstimmen, ich gestehe :-)

Nach einem gemütlichen Frühstück bin ich mit der Hochwurzenbahn um kurz nach 09:00 Uhr auf die Hochwurzen geschwebt, habe oben den Weg über die Hochwurzenalm zum Rossfeld genommen. Dort angekommen bin ich über den Latterfußsattel zum Guschen hinauf, ganz ohne Stress, denn die Sonne hatte sich den Weg durch die Wolken gebahnt und es wurde schön langsam warm. Am Gipfel angelangt war ich dann doch motiviert weiterzugehen. Deshalb haben mich meine Füße noch auf das Hochfeld und das Schiedeck getragen, um danach, aufgrund der doch etwas dunkleren und vermehrten Wolken am Himmel, über die obere Neudeckalm Richtung Hochwurzen zurückzugehen. Dann musste ich noch die letzte Hälfte des 4 Jahreszeitenwanderwegs hinuntergehen - und die Sonne war wieder voll da. Forststraße, Hitze und über 15km in den Beinen sind keine gute Kombination für meine Motivation. Nichtsdestotrotz bin ich über den Märchenweg zurück nach Schladming gekommen und habe die Runde so doch noch abgeschlossen. Mit mehr als 4h und fast 20km war aus dem "kurzen Hüpfer" doch eine längere Tour geworden und ein krönender Abschluss für meinen Urlaub.

Ab nächster Woche habe ich hoffentlich wieder Neuigkeiten für Euch, bis dahin bleibt freundlich zueinander,

alles Liebe und bis bald

Kerstin

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