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Der Winterwanderführerkurs

08.12.2016

Die Gruppe am Weg zum Sulzenhals

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

mit diesem Beitrag melde ich mich nicht nur vollmotiviert und hocherfreut vom Winterwanderführer Kurs zurück, sondern beginne auch die „neue“ Wintersaison 2016/2017 offiziell! Unser Hotel öffnet ab heute wieder seine Türen und wir haben die letzten Wochen nicht nur mit Putzen, kleinen oder größeren Renovierungen und Organisieren verbracht, sondern auch natürlich einige Neuerungen für Euch vorbereitet, die Ihr bei einem Besuch bei uns entdecken könnt.

Aber beim letzten Eintrag habe ich Euch ja versprochen von meinem Winterwanderführerkurs zu berichten und dem werde ich jetzt gerne nachkommen.

Um diese ganzen Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten werde ich wahrscheinlich die ganze Wintersaison brauchen, was ich Euch sagen kann ist folgendes: Die Gruppe, mit der ich unterwegs sein durfte, war einfach eine wunderbar bunt zusammengewürfelte Gesellschaft, in der jeder Einzelne etwas zu dem Gelingen des Kurses beigetragen hat. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wieviele verschiedene Ansätze man zu einem Thema bringen kann – da wäre derjenige, der schon jahrelang Erfahrung bei der Bergrettung gesammelt hat und unheimlich viel über Notfallmanagement weiß, dann kommt der nächste dazu, der Jäger ist und somit zu diesem Thema viele Stichpunkte geben kann, die andere macht den Kurs nur um für das Eigene Interesse dazuzulernen, die Andere um sich beim Skitourengehen sicherer zu fühlen.

Am Dachstein Gletscher

Ich werde nicht alle einzeln aufzählen, aber ich kann mich bei jedem für die tolle nicht nur lehrreiche, sondern auch lustige, musikalische Woche bedanken – Ihr wart eindeutig die beste Mountaincrew, die man sich vorstellen kann, ich habe die Zeit mit Euch sehr genossen und würde mich freuen, Euch nicht nur einmal im Leben begegnet zu sein!

Doch nun zurück zum Kurs – die Inhalte dieser Woche waren, für einen Außenstehenden, wahrscheinlich überschaubar: Schnee-und Lawinenkunde, Notfallmanagement, Wetter, Sportbiologie und Jagd-und Naturkunde. Klingt für 7 Tage ja eigentlich nicht viel – ABER wenn man den ganzen Tag wandert bzw. mit den Schneeschuhen den Gletscher unsicher macht und der Sturm mit bis zu 80km/h um die Ohren bläst, man nicht mehr weiß was man noch alles anziehen soll, sind diese Seminare nachmittags/abends dann doch etwas anstrengend- vor allem nach dem 3.Tag (der ist immer gefährlich) beginnt man zu merken, dass die Aufmerksamkeit nachlässt. Jedoch haben die Kursleiter es immer wieder geschafft, die Inhalte interessant und toll zu gestalten, dass man (meistens) wieder sofort interessiert bei der Sache war – außerdem hatten wir wunderbaren Kaffee (für mich sehr sehr sehr wichtig) und als Stärkung nach jeder Tour erwartete uns in unserem Stützpunkt eine wärmende Suppe sowie Kuchen.

Ich schaffe es nicht richtig Euch rüber zu bringen worum es in diesem Kurs gegangen ist, da ich irgendwie die Worte noch nicht so richtig dafür finde- wahrscheinlich muss sich das noch etwas „setzen“.

Beim Schneeschuh"wandern" am Gletscher

Was ich Euch aber sagen kann ist folgendes: Auch wenn Ihr in den Bergen aufgewachsen seid, seit der Kindheit und Jugend die Pisten mit Skiern oder Snowboard unsicher gemacht habt, heißt das noch nicht dass Ihr wisst, wie man bemerkt ob man in einem Lawineneinzugsgebiet ist, oder ob der Hang, der so wunderbar nach frisch gefallenem Schnee ausschaut auch wirklich sicher zu befahren ist. Wenn Ihr nicht nur auf der Piste, sondern auch daneben (sei es beim Winterwandern, Schneeschuhwandern oder Skitourengehen) unterwegs seid, würde ich jedem empfehlen, wenigstens einmal im Leben einen Lawinenkurs zu machen – es ist unheimlich interessant und man versteht einfach die Zusammenhänge von Schnee, Wetter und Wind viel viel besser. Ich habe unheimlich viel gelernt in dieser Woche, nicht nur für Wanderungen mit den Hotelgästen, sondern auch für mich selbst, meine Einstellung zu gewissen Dingen hinterfragt und die Zeit gefunden, die verwinkelten Windungen meines Gehirns wieder einmal zu entstauben. Alles in Allem – eine tolle Woche.

Liebe Grüße, es war wirklich eine tolle Erfahrung aber jetzt - auf in die neue Saison!

Kerstin

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