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Die Kräuterwanderungen

09.03.2017

Judith beim Erklären

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

da mein freier Tag auch in der letzten Woche auf den "bescheidensten" wettertechnischen Tag gefallen ist, habe ich mir überlegt, was ich Euch in dieser Woche mitteilen oder weitergeben kann- und mir ist eine gute Sache eingefallen.

In meinem ersten Jahr hier im Rohrmooserhof haben mich Nadja und Georg dazu eingeladen, an der Kräuterwanderung vom Rohrmooserhof teilzunehmen. Zwar immer schon sehr an der Natur und den Pflanzen interessiert, habe ich mir aber mehr als über Wiesen Bärenklau-Scharling-(für meine Hasen als ich noch klein war) Klee und Gänseblümchen nie große Gedanken gemacht-doch das sollte sich ändern.

Mit unseren Gästen, den Chefleuten und Judith Müller, einer Kräuterpädagogin vom Kräuterbauernhof Pichlgut, ging es an einem schönen Tag zum Toteisboden im Untertal, um dort die Wanderung zu beginnen. Da ich bis dahin noch nie bewusst im Untertal gewesen bin, hat mich schon der Weg durch den Toteisboden zum Tettermoor unheimlich faszieniert- ein Steilhangmoor mit einzigartiger Vegetation und, was mich am meisten beeindruckt hat, natürlichen Kühlschränken.

Wir stürmen das "Buffet"

Diese natürlichen Kühlschränke sind Öffnungen im Hang, die im Winter die Luft ansaugen (und somit wärmer scheinen) und im Sommer wieder abgeben (und somit kühl wirken). Weiters gibt es dort eine seltene Vegetation, die eine Kräuterwanderung natürlich umso interessanter macht. Am Ufer vom Talbach entlang erklärte uns Judith viele verschiedene Kräuter und Sträucher-wahrscheinlich wäre Mitschreiben von Vorteil gewesen, aber so habe ich mich auf mein Gehirn verlassen müssen und bin immer noch überrascht, woraus man nicht alles etwas Gutes machen kann.

Alle Paar Meter ist Judith ein Kraut oder eine Blume aufgefallen, die essbar ist und auch noch gut schmeckt! Wäre die Wanderung nicht auf gut 2 Stunden beschränkt, könnte man sicher stundenlang durch das Tettermoor gehen und die Vegetation nicht nur ansehen, sondern auch genießen. Am Ende wurden die Kräuter mit einem selbstgemachten Aufstrich verzehrt und ein Brennnesselbrot, das zuvor von unserem hervorragenden Küchenteam zubereitet wurde, schmeckt nach so einer kleinen Wanderung gleich besser.

Bunt und gut

Als Kinder haben wir zu Hause immer in der Wiese Sauerampfer gesucht und gegessen, Brennnesseln wurden als Herausforderung und mit ein bißchen Überwindung gegessen, und Klee bis zum geht nicht mehr "ausgezuzelt". Soviel zu den Altbekannten.

ABER

Wisst Ihr zum Beispiel, dass es eine Strahlenlose Kamille gibt, die nach Ananas schmeckt? Oder. dass Spitzwegerich nicht nur gegen Husten gut hilft, sondern der Saft aus den zerquetschten Blättern ein tolles Soforthilfemittelchen gegen Juckreiz ist? Dass ein Hirtentäschel ausschaut wie Löwenzahn, aber nach Rucola schmeckt?

Ihr seht, es ist wirklich wert so eine Kräuterwanderung einmal mitzugehen. Auch wenn man nicht viele Höhenmeter zurücklegt-das Wissen, das man dadurch erhält und erweitern kann, ist viel wert.

Ich freue mich wirklich schon auf den Sommer :-)

Bis dahin schön brav bleiben,

alles liebe

Kerstin

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