Schwaigerweg 135 A -8971 Schladming

Rötelstein

19.10.2017

Der Weg ist nicht mehr weit

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

die letzten beiden Wochen(enden) waren turbulent und spannend, ich bin den Halbmarathon in Graz gelaufen und den Uferlauf am Wolfgangsee haben wir auch noch mitgenommen am letzten Sonntag. Aus diesem Grund war es hier etwas mager mit den Bergberichten - kein Wunder, war ich doch eher im Flachen unterwegs, als luftige Höhen zu erklimmen.

Nichts desto trotz kann ich Euch heute von meiner Wanderung am Montag mit Dominik auf den Rötelstein berichten - sozusagen zum "Füßeausgehen" nach der ganzen Lauferei :-)

Gestartet sind wir um 06:42 Uhr bei der Rettensteinerhütte über Filzmoos, es war noch etwas dunkel und normalerweise haben wir immer funktionierende Stirnlampen dabei - an diesem Tag wollten beide Stirnlampen nicht ( Ersatzbatterien waren ebenso zwecklos, wie nur teilweise vorhanden) und deshalb sind wir ganz gemütlich in den nur langsam heller werdenden Tag gestartet.

Der Weg hat sich zuerst über Wiesen und durch Wälder bis zur Ahorneggalm gewunden, wo sich die Sonne nach und nach ihren Weg über die Ennstaler Berge gesucht hat, um uns mit ihren Strahlen in den Augen zu kitzeln.

Das Gipfelkreuz mit Dachstein

Die gewaltige Bischofsmütze begleitet unseren gesamten Weg, beim Westgrad des Rötelsteins beginnt die erste kleinere Kletterei, wo Hände und Füße gut eingesetzt werden müssen, da der Schotter und die feine Erde den Aufstieg nicht gerade einfach und auch ab und an sehr gefährlich machen.

Recht schnell haben wir die Kletterpassagen hinter uns gelassen, einige Schneefelder am Weg zum Gipfel wurden überwunden (hier immer aufpassen auf das Gelände!) und nach nicht mal 2 Stunden sind wir am Gipfel des Rötelsteins gestanden und haben das unheimlich beeindruckende Panorama in uns aufgesogen.

Nach kurzer Rast am Gipfel haben wir den Abstieg Richtung Sulzenhals angetreten - ganz ehrlich, hätte ich vorab gewusst wie viel Schotter und Geröll sich auf dem steilen Weg befinden, wäre ich wahrscheinlich die Aufstiegsroute retour gegangen. So haben wir bis zum Sulzenhals Sattel allein 1 Stunde gebraucht, um sicher und ohne Blessuren herunter zu kommen. (Goethe hat ja schon gesagt: Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun. So - Bildungsauftrag für heute erfüllt :-) )

Am Rückweg

Danach sind wir durch den toll gefärbten herbstlichen Nadelwald zur Sulzenalm und über die Forststraße retour zu unserem Auto gegangen.

Hier sei wieder einmal gesagt, dass meine Eindrücke der Tour subjektiver Natur sind - also mein Empfinden von Höhe, Anstrengung und Kletterei ist sicher nicht das selbe wie bei den meisten von Euch. Deshalb - bitte immer vorab über die Tour informieren, immer das eigene Können im Hinterkopf bewahren und vor allem auch bedenken, dass man, sollte die Kondition nicht reichen oder die Tour zu schwer werden, besser umdrehen sollte, als auf Biegen und Brechen unbedingt ein Hackerl unter den Gipfel setzten zu können und sich dadurch in Gefahr zu bringen .

Es war eine schöne Tour und ich genieße dieser Tage den goldenen Oktober in vollen Zügen - natürlich auch nur möglich weil meine Chefs in der Zwischensaison "Gleitzeit" erlauben, deshalb hier auch ein großes Dankeschön!

Ich hoffe Euch in der nächsten Woche wieder eine Tour vorstellen zu können,bis dahin wünsche ich Euch alles Gute, bleibt freundlich zueinander!

Alles Liebe, Kerstin

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