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Skitourenwinter

02.05.2018

Gumpeneck

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

obwohl die Temperaturen der letzten Wochen ja eher auf Sommer als Spätwinter schließen ließen, habe ich es mir nicht nehmen lassen die Zwischensaison soviel wie möglich für die Füllung meiner Skitourentagebücher zu verwenden. 

Da ich mit dem Skitourengehen erst im Dezember "richtig" begonnen hatte und die letzten 2 Jahrzehnte vorher nur auf dem Snowboard die Pisten hinuntergedüst bin, war ich mir nicht sicher ob ich die größeren Touren schon schaffen könnte - und, was soll ich sagen, ich habe gerade im März/April noch 4 wunderschöne Touren gemacht, von denen ich hier noch kurz erzählen will.

Mit meinem Papa habe ich die Galsterbergalm und den Pleschnitzzinken gestürmt. Mit meinem hier schon gut bekanntem Freund und Mitverschwörer Dominik war ich zu Übungszwecken des öfteren die Hochwurzen rauf und runter gegangen, außerdem hatten wir im Jänner eine Vollmond Skitour auf der Fageralm gemacht (ein sehr beeindruckendes und schönes Erlebnis). Deshalb habe ich mir gedacht, das der erste "richtige" Berg schön langsam in meine Sammlung aufgenommen werden sollte - der Beschluss fiel auf das Mölbegg in Donnersbach.

Gleich zu Beginn, der Aufstieg war lang und zach - nicht anstrengend, aber es hat sich sehr gezogen. Und der Schnee war auch nicht das Wahre. Ich hab mir sogar das Eine oder Andere mal überlegt einfach aufzugeben und umzudrehen. Oben angekommen pfiff uns der Wind um die Ohren und es war kalt. Doch das Herunterfahren hat alles wieder vergessen lassen - es war wunderschön (wenn auch zu kurz, aber daran muss man sich gewöhnen - lange hinauf und kurz hinunter)

Dachsteinüberquerung

Danach war ich mir sicher, dass ich gut genug bin auch längere, anspruchsvollere Touren zu gehen.

Die nächste schöne Tour war die Dachsteinüberquerung von der Türlwandhütte bis nach Obertraun, wir hatten zufällig einen Tag ausgesucht, an dem wir fast alleine unterwegs waren. Ewig lange Abfahrten, wunderschöne Bergbilder und viele Eindrücke später wurden wir von meiner Mama (danke nochmal :-) ) von der Krippenstein Bahn abgeholt und ins Ennstal retour chauffiert.

Vollgepackt mit den Eindrücken der letzten Tour hatte mein Papa die Idee mit einem Bekannten von uns die Dachsteinquerung nocheinmal anders zu machen - jedoch nicht wieder nach Obertraun, sondern "Am Stein" über die Notgasse bis nach Gröbming. Eine Tour die mit einer reinen Gehzeit von 5 Stunden angeschrieben ist und rund 30km beinhaltet. Die gesamte Tour ist ein ständiges Auf und Ab durch Mulden, Hügel, Schluchten, vorbei an Felstürmen und alten Zirben, ein landschaftlich großartiges Erlebnis. Nach einer kurzen Pause sind wir zur Schlüsselstelle und meiner kleinen "Obichdaswohlschaffenkann" Stelle gekommen - der Notgasse. Eine stellenweise nur 1m breite Felsschlucht mit historischen Felszeichnungen. Den Rat meines Papas ständig im Kopf zu haben ("Fahr nicht zu schnell denn zum Abschwingen fehlt da drin der Platz")war zwar nicht gerade angenehm, aber das Erlebnis hat das alles in Wohlwollen aufgelöst.  Es war wunderschön und atemberaubend. Natürlich habe ich 2x den Schnee geküsst, aber ich denke das gehört dazu - und die Hauptsache ist ja doch danach wieder aufzustehen! Den letzten Kilometer durch die "Öfen" in Gröbming haben wir die Skier geschultert und sind gemütlich zur Kneippanlage Winkl gegangen.

Jedenfalls habe ich jetzt die Tourenski schweren Herzens geputzt, die Felle getrocknet und alles verstaut. Immerhin wird es jetzt schön langsam Zeit, die Wanderausrüstung wieder hervorzukramen und zu inspizieren! Ich freu mich!!!

Bis zum nächsten Mal wünsche ich Euch eine schöne Zeit, genießt das Wetter und bleibt freundlich zueinander!
Alles liebe,

Kerstin

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