Schwaigerweg 135 A -8971 Schladming

Wandern? Wohl kaum mit mir…

08.09.2016

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

wie Ihr alle wisst habe ich den Wanderführer ja erst im heurigen Mai gemacht und wie einige ausgewählte Menschen wissen, bin ich zum Wandern selbst erst im vorigen Jahr zurückgekommen. In meiner Kindheit war Wandern am Tagesprogramm, meine Eltern, mein älterer Bruder und ich erkundeten das gesamte Ennstal und es war rundum gelungen. Je älter ich wurde, desto mehr wurden diese Ausflüge zu einem „Muss“ für mich-und, ja ich war ein typisches Teenager Mädchen-alles was „müssen“ beinhaltete, wurde bald zu einem rotem Tuch für mich.

Also habe ich mich mit Beginn meiner Oberstufenzeit von den Bergen abgewandt und bin danach zum Studium nach Graz geflohen. Einfache Wanderungen, schon allein das Wort „Spaziergang“ waren ein Graus für mich. Keinesfalls wollte ich wieder ins Ennstal zurückkommen und vor allem keinen einzigen Gipfel mehr von Nahem sehen-wer braucht schon die Höhenluft wenn man am Meer so wunderbar entspannen kann? Die sporadischen Besuche auf verschiedenen Almen wurden höchst ungern und eigentlich meist nur unter viel Geschimpfe unternommen und meine Eltern und Freunde hatten keine Chance mich Sturkopf vom Gegenteil zu überzeugen. Natürlich bin ich in Graz viel per Pedes unterwegs gewesen, da mir Radfahren noch verhasster war, als Wandern, aber das habe ich nie als Bewegung gesehen.

Mitarbeiterin Kerstin vom Rohrmooserhof
Was kostet die Welt

Vor gut 3 Jahren hatte ich mit Bluthochdruck zu kämpfen-noch nicht mal 30 und schon so eine „Krankheit“ werdet Ihr Euch jetzt denken. Mein damaliger Arzt hat mir geraten mich mehr zu bewegen-und ich habe klein angefangen. Einmal die Talbachklamm rauf und wieder runter. Dann wurde es der Ennsradweg in alle Richtungen. Dann ging ich ohne Probleme das erste Mal zum Duisitzkarsee und war so stolz.

Als ich das erste Mal beim Spiegelsee war, konnte ich mich fast nicht mehr einkriegen, als der erste Gipfel ohne größere Schwierigkeiten erreicht wurde, hörte ich im Kopf die Titelmusik zu Rocky und fühlte mich wie ein Gewinner-und dieses Gefühl habe ich bei schweren Gipfeln, oder schweren Wanderungen immer noch-und es ist ein wunderbares Gefühl, einzigartig und unbeschreiblich-ein Jeder sollte so etwas mindestens einmal erleben dürfen. Es ist nicht nur gut für die Gesundheit (was ich selbst bezeugen kann-mein Arzt sieht mich seit über 2 Jahren nicht mehr) sondern auch gut für einen Selbst-man fühlt sich einfach besser und so „kleine“ Erfolgserlebnisse wie ein Gipfel oder ein Weg, der vor einiger Zeit noch als „unbezwingbar“ galt zu schaffen, stärkt das Selbstwertgefühl ungemein.

Deshalb kann ich nur den Rat geben-geht mit Euren Kindern hinaus, hinauf auf die Berge, bringt Ihnen die Natur näher, aber schaut auch bitte darauf, dass die Kinder selbst erfahren, selbst entdecken lernen und bei Bedarf auch einmal selbst entscheiden ob sie mitgehen wollen oder nicht – es kommt meist die Zeit, wo das eine oder andere Kind den Weg in die Natur zurückfindet-und das ist mehr wert, als vieles andere.

Bis zum nächsten Mal, Eure Kerstin

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