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Wie der Herbstblues besiegt wird

27.10.2016

Regenregentröpfchen
Regenwandern im Sölktal

Liebe Gäste, zufällige Leser und Freunde,

vorige Woche habe ich Euch ja an meinem Schlechtwetter Blues teilhaben lassen – es war wie verhext, kaum war das Wetter schöner, musste ich arbeiten und kaum hatte ich frei, war das Wetter ein Graus.

Wie dem auch sei, nach ein paar solcher Schlechtwetter Tagen kann man einfach nicht mehr die Wohnung aufräumen, das Abstellkammerl ist auch blitzblank geputzt und alle Fotos sind fein säuberlich im Foto Album eingeklebt und sogar schon beschriftet, dann ist es endlich soweit, man muss einfach hinaus.

Um den inneren Schweinehund (meine Wortwahl ist hier zwar berechtigt, sei aber bitte zu entschuldigen) zu besiegen und trotz „Schmuddel-Regen-Kalt-Weah“ Wetter hinaus zu gehen, beginne ich schon beim Anziehen meine Stimmung zu heben. Klingt seltsam, ist aber so. Wer schon das mehr oder minder große Vergnügen hatte mich näher kennenlernen zu dürfen, weiß dass ich eigentlich nicht groß auf Mode achte, aber mit bunten Hauben, Schals oder Handschuhen macht auch der verregnetste, kalte Tag mehr Spaß.

Natürlich nicht zu vergessen ist der Regenschutz- bunte Farben gut und schön, wenn man nach 10 Minuten triefend nass ist, mag man auch nicht mehr weitergehen. Jacke und/oder Regenschirm sind ein Muss. Wenns nur ein kurzer Spaziergang ist, kann ich meinen roten Regenmantel mit weißen Tupfen empfehlen, sollte der Spaziergang aber länger sein und etwas anstrengender werden natürlich wasserabweisende Hose, die richtig guten wasserfesten Schuhe und natürlich auch eine gute, wasserdichte Jacke – unter der sich bestenfalls nicht der Schweiß sammelt..

Viele Sachen sind zu bedenken, aber meist zahlt es sich dann aus…Wie bei meiner letzten Regenwetterwanderung zur Putzentalalm im Sölktal – es waren wenig bis gar keine anderen Wanderer unterwegs, der Schwarzensee ist wunderschön im Regen unter leichtem Nebel gelegen, ich habe 2 Rehe und Hasen gesehen, und auf der Putzentalalm hat mich ein Kaiserschmarrn von der offenen Feuerstelle erwartet – schöner kann eine Wanderung eigentlich nicht enden. Beim Retourgehen habe ich dann die wunderbare Färbung der Bäume beobachten können und die Blätter am Boden zeigen an, dass der Winter doch nicht mehr so weit entfernt ist..(das Foto ist von einer Wanderung zum Schwarzensee im Frühjahr, gestern hatte ich leider keine Kamera dabei...)

In der Ruhe liegt die Kraft - nicht nur bei allen anstrengenden Bergtouren zu berücksichtigen, sondern auch bei gemütlichen Wanderungen. Erst wenn man nach einer ereignisreichen Sommersaison langsam wieder zur Ruhe kommt merkt man, wie gestresst der Körper und vor allem der Kopf ist. Ich mag meinen Beruf sehr und ich bin wirklich froh diesen gewählt zu haben (von meinem Glück mich mit meinen Chefs sowie den Kollegen gut zu verstehen gar nicht zu reden) aber nach 6 Monaten ohne größere Pause tut es auch einmal gut für einige Zeit wieder die Ruhe und Wanderungen alleine zu genießen. Kraft und Energie tanken für die Wintersaison.

In diesem Sinne, ich freue mich schon auf die nächste Wanderung und genieße aber trotzdem auch noch ein bißchen die Ruhe :-)

Alles liebe

Kerstin

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